05.04.2005
Von Hause aus ist der Däne de Waal Drummer, und als solcher ist er seit Jahren eine feste Größe innerhalb und außerhalb der dänischen Musik-Szene – er war an über 150 Releases beteiligt. Obendrein komponierte und arrangierte er für andere Künstler wie die Sängerin Caecilie Norby und war Mitglied verschiedenster dänischer Show- und TV-Bands.
Emil de Waal - "Plus"
Auf seiner Solo-CD "Plus" wagt er einen heftigen Spagat zwischen
improvisierter Jazzmusik und knalligem Elektro-Sound. Selbst an Drums, Gitarre und Laptop zugange, umgab er sich mit Sören Kjaergaard und Gustaf Ljunggren, die vornehmlich hinter diversen Keyboards standen. Für die Elektronik flog er nach New York, wo er das eingespielte Material unter anderem von Andy Green mixen ließ, der beispielsweise für den unverwechselbaren Sound von Velvet Underground zuständig war.
Was wäre die Musik vieler Künstler ohne den Computer, mag man sich fragen. Im Falle des blonden Emil, der alle Tracks selbst komponiert hat, wären sie 'ohne' sicher schön, doch 'mit' ist sie noch viel schöner! Beatlastig ohne Ende, ein feuriger Rundumschlag, der nicht nur das Trommelfell zum Beben bringt. Spagat geglückt, kann man da nur sagen!
Peggy Thiele / Jazzdimensions